Strauss-Kahn

 

Strauss-Kahn, Strauss-Kahn,

was hattest du getan?

Im Suff? Im Puff?

Nein! Im Hotel!

Es ging so schnell.

Und immer feste druff.

 

Den Service du verwechselt hast,

den Zimmerservice im Hotel

mit Zimmerservice im Bordell.

Mal eben schnell und ohne Rast.

Statt im Hotel, statt im Bordell

Wohnst du allein in einer Zell’

 

Ob es so war? Wir wissen’s nicht.

Wie weit warst du ein Bösewicht?

Nur ein Gericht kann dieses klären.

Auch wenn Gerüchte sich vermehren,

dass gegen dich läuft ein Komplott.

Ich glaub’ es nicht. Was für ein Spott!

 

Strauss-Kahn! Strauss-Kahn.

Was hattest du getan?

Gewalt du angewendet hast.

Genau das legt sie dir zur Last,

die junge Frau. Sie wollte keine Hure sein.

Doch du wollt’st dringen in sie ein.

 

Ich hoffe sehr, dass vor Gericht

die Wahrheit endlich kommt ans Licht.

Hast du sie wirklich eingesperrt?

Hat sie sich wirklich dir verwehrt?

Sind deine Gene dir’ne Bürde?

Protzt du mit deiner Manneszierde?

 

Nur eins ist sicher. Dein Ruf ist hin.

Zumal noch eine andere Frau

von deinem sexuellen Stau

berichtet, dass  nur Gewalt im Sinn

dir sei. Du sähest  in der  Frauen Zierde

 nur Lustobjekte der Begierde.

 

Was denkt deine Tochter? Was deine Frau ?

Ich bin mir ganz sicher , du weißt es genau.

Was hat der Vater – der eigene Mann - bloß getan?

Machst du so weiter? Das geht nicht! Strauss-Kahn!

21.7.11 07:55, kommentieren

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Politsong

Träume die Politik! Oder politisiere deine Träume!

Oder ein politisches Nachtgebet.

Oder eine Ode an die Macht.

Oder?

 

Das ganze im Sprechgesang zur Gitarre und/oder Schlagzeug/anderes Rhythmus-Instrument

 

 

 

Obama! Obama! Obama!

Du willst so viel, man lässt dich nicht, man lässt dich nicht.

Du redest viel, doch handelst auch und glaubst an dich.

Wer hat die Macht? Wer hat die Macht? Hast du die Macht?

 

 

 

Afghanistan! Afghanistan! Afghanistan!

Der Krieg ist an, dein Krieg ist an! Was machst du dann?

Soldat, der stirbt. Soldat, der stirbt, - nicht leben kann.

Zurück! Zurück! Obama, kehr zurück!

 

 GI ! GI ! GI!

Was ist denn schon dabei?

Geboren! Geboren! Geboren für den Tod

im Krieg. Im Krieg! Gestorben für den Sieg?

 

Refrain: Obama…….

 

 

Osama! Osama! Osama!

Du Terrorist! Du Terrorist! Nur Terrorist geworden bist.

Du hast die Macht. Du hast die Macht. Benutzt die Macht

zur bösen Tat. Zur bösen Tat! Zum Attentat!

 

 

Die Diener, die Diener , die Diener.

Sie sterben um zu töten, zu töten.

Sie glauben dir. Sie glauben dir, vertrau’n auf dich.

Der gute Zweck, der gute Zweck! Der heiligt ihre Mittel?

 

 Erfolg hast du , Erfolg hast du! Die Toten haben ihre Ruh’!

Was soll der Kampf? Was soll der Krieg? Was soll der Sieg?

Der Krieg ist aus, der Terror an. Was machst du dann?

Als Terrorist, als Terrorist, du so niemals geboren bist.

 

Obama! Obama! Wann triffst du je Osama?

A president meets terrorist?

Warum das unvorstellbar ist?

Ihr habt die Macht. Benutzt sie doch!

 

Refrain

 

Obama! Obama! Du bist Amerikaner!

Ein Saudi, ein Saudi, ein Saudi ist Osama.

Ein Terrorist, ein Terrorist

er schließlich jetzt geworden bist.

 

 

Warum? Warum? Er ist doch gar nicht dumm.

Warum wird er ein Terrorist,

doch nicht dazu geboren ist?

Ich frage: Welche Macht

hat ihn dazu gebracht?

 

 

Die Macht? Die Macht? Sie glaubt an  Jesus Christus,

bekämpft, bekämpft, bekämpft den Terrorismus.

Mit Kampf, mit Kampf, mit Kampf und vielen Waffen

Nur so, nur so,   kann Frieden sie nicht schaffen.

 

 

Obama! Obama! Jetzt hast du den Osama

gekillt, gekillt, gekillt und sterben sehn.

Obama, Obama, jetzt trafst du den Osama.

Am  Kopf, am Kopf.. Die Kugel traf den Kopf.

 

 

 

 

 

Der Kampf ist aus. Wir gehen nach Haus?

Das glaubt uns heute keiner..

Tot ist der Osama, ein Terrorist, ein Terrorist.

Froh ist der Obama, ein guter Christ, ein guter Christ.

 

Froh ist auch, froh ist auch, froh ist auch Frau Merkel.

So sagte sie. So sagte sie. So dachte sie:

Ein Terrorist, ein Terrorist, ermordet ist:

Osama, Osama, ermordet durch Obama.

 

 

 

 

 

21.7.11 07:50, kommentieren

Guttenberg-Poem

Gemach, gemach! Ihr Tugendbolde.

 Seid ihr dem Adel nicht mehr holde?

Erst öffnet ihr Pandorras Büchse

 und dachtet, ihr seid schlaue Füchse,

die schnell den Adel -  im Spagat  -

erwischen könnt beim Plagiat.

Dem Guttenberg sei's unbenommen.

Er ist noch mal davongekommen.

Doch ihr, die schimpfend euch erhebt,

so tut, als ob die erde bebt,

Garaus dem blauen Blute macht,

das hätt' ich nicht von euch gedacht.

 Die Büchs' ist offen,

ich kann nur hoffen,

 dass deren Geist

 mit aller Macht

euch in die Schranken weist.

Denn Guttenberg,

ein Schelm ist,

wer was Andres denkt,

hat sehr viel Geld geschenkt

der Alma Mater und dem Doktorvater.

Zwar nannt' er's Stiftung.

Doch, dass er stiften geht,

zu dieser Einsicht kam er spät.

 In Deutschland kommt,

so ist's der Brauch,

 nach Häme in der Presse auch,

das Mitleid mit dem armen Knaben,

 an dessen Rücktritt wir uns laben.

So glaubten wir, wie sonderbar,

dass grässlich nur der Irrtum war,

dass er vergaß nur beim Zitieren,

den fremden Geist zu titulieren.

Das hätten wir ihm noch verzieh’n.

Doch es gelang mit vielen Müh’n,

ihm nachzuweisen, dass vom Text

auf seinem Mist nur wenig wächst.

Baron Münchhausen log gar sehr.

 Doch Guttenberg, der kann noch mehr.

Er reist bald in die Staaten

 und kann es kaum erwarten,

mit Geld und guten Worten

 auch Titel dort zu horten.

 Es schert ihn nicht, dass statt des D.

 im Titel steht dann ein hc.  *)

Wer - ohne Sünde -  wirft den ersten Stein?

Das können nur wir alle sein.

Wir können zwar betrügen,

doch nicht so ehrlich lügen,

wie Guttenberg es einstmals tat.

Drum geb' ich euch den guten Rat:

 Wenn ihr beim Klauen vergesst zu bezahlen, tretet einfach vom Kauf zurück, wenn ihr erwischt werdet....

*) hc = honoris causa (Latein) = der Ehre wegen...

oder sollte es besser pc heißen?

pc = pecuniae causa(Latein) = des Geldes wegen ...

1 Kommentar 21.7.11 07:44, kommentieren

Der ungeschriebene Brief des Jahres

Der ungeschriebene Brief des Jahres an ntv & Consorten

Betr. Berichterstattung über Erdbeben, Tsunami und AKW in Japan

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Menschen,

bislang ging ich davon aus, dass Nachrichten aus aller Welt uns informieren sollen und wir darauf vertrauen können, seriös und professionell, sprich sachlich und distanziert, über Neuigkeiten aus aller Welt unterrichtet zu werden.

Dem ist nicht so:

 

Es kommen Monsterwellen,

die über’n Kai sich quellen,

die alles mit sich reißen

nicht einfach Wellen heißen,

geboren von einem Beben

der Erde und wir erleben,

dass es nicht Erdbeben heißt,

was die Erde da kreißt.

Nein, Monsterbeben wird es genannt,

Nur Erdbeben? Schon zu lange bekannt!

 

Warum, Ihr Leute von en-ti-vi

Brecht  Nachrichten ihr so übers Knie?

Nicht nur die Informationen zählen.

Nein auch die Ängste, die uns quälen!

 Ich hätt’ nicht gedacht, dass ihr nachricht so macht:

(zu singen nach der Melodie von

 „Stumpfsinn, Stumpfsinn, du mein Vergnügen…&ldquo

Nachricht , Nachricht du mein Vergnügen

Sensation du meine Lust.

Gäb’s keine Nachricht, gäb’s kein Vergnügen

Gäb’s keine Nachricht, gäb’s nur noch Frust.

 

Nachricht, Nachricht ist  eine Ware.

Nachricht, Nachricht, sie wird verkauft.

Zuschauerquoten die bringen Vergnügen

Anzeigenkunden die geben viel Geld.

 

Das Geschäft mit dem bedrohten Leben blüht. Wir alle wollen oder können uns nicht satt sehen an dem Leid anderer Menschen. Bei jedem großen Unfall kommen die Gaffer, und meistens auch auf ihre Kosten. Die Rettungswagen kommen kaum durch. So wird die Rettung der Verletzten, wenn nicht ver-, so doch be-hindert. Das macht auch Sinn: Wenn die Rettung schnell ginge, wäre nichts mehr zu Gucken da. Es sei denn, die Retter versuchen, Wiederbelebungsmaßnahmen zu ergreifen. Da gäbe es auch viel zu Gucken.

Aber liebe Damen und Herren von ntv! Ich habe schließlich Fernsehgebühren bezahlt. Dafür darf ich doch wohl etwas mehr erwarten als diese Gaffer, die sich nur die Fernsehgebühren ersparen wollten. Von denen könnten Ihre Reporter vor Ort noch viel lernen. So hatten doch einige Gaffer die Hochwasserschutzanlagen in Köln am Rhein beschädigt, weil viel zu wenig Wasser über die Anlagen lief. Mutige Leute! Die sorgten für Action! Oder waren das etwa verdeckte Außendienstmitarbeiter Ihres Senders?  Mehr Action bitte, nicht ständige Wiederholungen von Bildern, die ich tausendmal schon gesehen habe!

Bei einer Actionszene konnte ich mich jedoch nicht genug sattsehen und danke Ihnen, dass Sie die 24 Stunden lang wiederholt haben: Das war die Szene,  als die Autos von den Wellen wie Spielzeugautos weggerissen werden. Wirklich gut gelungen und täuschen echt. Zum Glück haben Sie noch Lieferwagen und Busse hineingefügt. Zum Glück fiel Ihnen noch rechtzeitig ein, nicht nur einen Lieferwagen und Bus zu zeigen, sondern gleich mehrere.

Ja, das nenne ich eine gelungene Dramaturgie. Glückwünsche auch zur Arbeit Ihrer professionellen Cutterinnen. Sehr gut eingefangen haben Sie auch das Leiden der Menschen. Allerdings fehlte eine entsprechende Musikbegleitung. Einen hohen Informationswert hatte auch die ständige Wiederholung des japanischen Regierungssprechers in der Kluft eines Werktätigen, der sich jedes Mal vor der japanischen Fahne verneigte und etwas Japanisches von sich gab, das Sie erst gar nicht übersetzten , sondern eher interpretierend zusammenfassten. So war ich armer Tor so klug als wie zuvor. Als Guttenbergverehrer werde ich den vorangegangenen Satz nicht als Zitat verwenden. Aber zurück zur fehlenden Action! Es sind doch gewiss noch viele Menschen unter den Trümmern. Begleiten Sie doch einfach mal so ein Räumungsteam bei der Arbeit. Interviewen Sie vielleicht lieber Retter, die leicht weinen. Sie haben Japaner und Japanerinnen interviewt, aber die können nicht so gut weinen. Gelungen war die Szene einer Mutter, die ihre verloren geglaubte Tochter wiedertraf. Solche Szenen schaffen eine hohe Sehbeteiligung. Vergessen haben Ihre Reporter  jedoch diese beiden anschließend zu fragen, wie sie sich fühlen, gerettet worden zu sein und sich wiedergefunden zu haben. Was die uns dann sagen würden, wäre für uns alle wichtig, falls wir mal nicht wissen, was wir antworten sollen, wenn wir in eine ähnliche Situation gerieten. Vielleicht schaffen Sie es noch bzw. Ihre Reporter, als erste mit den Verschütteten und Sterbenden zu sprechen und sie nach ihren Gefühlen zu fragen.  Das spräche sich rum. Sie könnten dann diese Szene häufiger senden. Vielleicht springt für Sie ein Bild des Jahres dabei heraus. Problematisch bleibt allerdings, dass die meisten Japaner so gar nicht in panischer Angst sind und so wenig hysterisch. Da sollte sich Ihr Regisseur mal etwas einfallen lassen, z.b. mal den Geigerzähler so einstellen, dass er ständig knarrt und Höchstwerte von Radioaktivität. zeigt. Gut ist übrigens, dass Sie Ihre Papparazzi an den Atomkraftwerken gut positioniert haben, damit sie als erste Menschen der Welt einen Super-GAU filmen können.

Nicht auszudenken, was das an Werbe-Einnahmen bringt!!!!

Gelungen sind auch die Hubschrauberbilder. Wie gut, dass Ihre Reporter der Versuchung widerstanden, die Menschen, die mit weißen Tüchern winkten oder SOS auf ihr Hausdach schrieben, zu retten. Dann hätten Sie es ja nicht geschafft, zu den vielen anderen, die in vergleichbarer Situation sind,  zu fliegen und diese dann zu fotografieren.

Dass diese Kühlwasserpumpen nicht funktionierten, war für Sie ein echter Glücksfall, oder sollten auch da Ihre Außendienstmitarbeiter…..?

Meinen Sie wirklich? Nee, so viel Geld haben Sie nun auch wiederum nicht. Vielleicht sollten Sie an die Börse gehen, aber da gilt: Gute Nachrichten bringen nichts……. oder besser: gute Nachrichten sind schlechte Nachrichten.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Erfolg!

21.7.11 07:31, kommentieren